Liebe ist Freundschaft mit Gott.
Eine Auswahl aus den Schriften
des hl. Franz von Sales



Eine einzige Arbeit,
in aller Ruhe
und gewissenhaft ausgeführt,
ist wertvoller als viele Arbeiten,
bei denen wir uns überstürzen.

Nicht an der Menge
unserer Arbeit
hat Gott Freude,
sondern an der Liebe,
mit der wir arbeiten.

Man muss darauf achten,
keine Handlung
in Ungeduld zu verrichten.

Die Liebe allein
bestimmt den Wert
unseres Tuns.



Wünsche nicht,
alles zu tun,
sondern nur etwas,
dann wirst du zweifellos
vieles tun.



Wir dürfen uns nicht damit begnügen,
Flügel zu haben,
um durch heilige Wünsche und Gedanken
zum Himmel zu fliegen,
wenn wir nicht zugleich Hände haben,
die uns zur Verwirklichung und Ausführung
unserer Wünsche bringen.

Gott liebt die Dienste mehr,
die man ihm unter inneren
und äußeren Widerständen leistet,
als jene, die man mit angenehmen
Gefühlen verrichtet.

Fassen wir immer neuen Mut,
oder vielmehr:
erneuern wir unseren alten Mut,
Wunderbares zu vollbringen
im Dienste Gottes.



Überleg nicht,
ob du viel
oder wenig tust
und ob es gut
oder schlecht ist,
wenn du ganz schlicht
den Willen hast,
es für Gott zu tun.



Man kann den Wert einer Freundschaft
an ihren Blättern, Blüten
und Früchten erkennen.

Es gibt viele,
die ihre Freunde lieben,
aber sie lieben sie nicht in Gott,
denn sie begehen große Ungerechtigkeiten,
um sie zu begünstigen.

Eine wahre Freundschaft
ist gerade, aufrichtig, offen;
sie ist nicht stolz,
nicht kompliziert,
ganz einfach,
weder eifersüchtig,
noch gekünstelt.



Herzliche Freundschaft
ist eine Freundschaft,
die im Herzen wurzelt.



Hab Geduld mit allen,
in erster Linie aber
mit dir selbst.



Es würde aber nichts nützen,
auf Gott zu hören,
wenn wir nicht täten, was er sagt.
Viele sind ja gern bereit, ihn zu hören;
viele möchten ihm auf den Berg Tabor folgen,
sehr wenige auf den Kalvarienberg.

Wenn Verwirrung oder Unruhe,
woher auch immer,
über dich kommt,
bemühe dich nicht,
sie hastig zu verscheuchen.
Beachte sie gar nicht,
grüble nicht darüber nach,
sondern überlasse dich Gott.

Wir wollen immer dies und das,
und obwohl wir Gott in unserem Herzen tragen,
sind wir damit nicht zufrieden;
und trotzdem ist dies alles,
was wir wünschen können.



Was bedeutet es letztlich,
ob Gott aus Dornen
oder aus Blumen
zu uns spricht?